Was mir 6€ Stundenlohn beigebracht haben

Wir schreiben das Jahr 2011 oder 2010…ich glaube es war 2010. Der 16 oder 17 Jahre junge unschuldige Matthias absolviert eine 4-wöchige Ferienarbeit in einer hiesigen Metallwarenfirma.

Es war soweit ich weiß meine erste richtige Ferienarbeit.

Mein einziges Zielt damit war nur, ein bisschen Geld zu verdienen, um meinen Eltern nicht so auf der Tasche zu liegen.

Bereits nach dem zweiten Tag wusste ich eine Sache mit absoluter Gewissheit: Ich hatte echt keinen Bock auf den Scheiß.

Denn im Lager eben jener hiesigen Firma waren – sanft gesagt – all die Mitarbeiter untergebracht, die in den restlichen Bereichen eher „untragbar“ waren.

Ich war also umgeben von mittelgradigen Soziopathen und versuchte einfach nur, meine 6 – 14 Uhr Schicht zu überleben.

Das Schlimme daran war, dass ich die „Minimalisten-Methode“ meiner lieben Arbeitskollegen schnell übernahm. Diese Methode bestand darin, so viel wie nötig zu arbeiten, dass der Kappo einen nicht dumm anmachte und gleichzeitig so wenig wie möglich zu tun, um die eigenen Energiereserven zu konservieren.

Denn ich wurde schließlich für meine Zeit bezahlt und nicht für meine Leistung, die ich in dieser Zeit erbrachte. Und ich erhielt nur 6€ für eine Stunde meiner Lebenszeit dort.

Das Schlimme war, dass ich diese demotivierte und passive Einstellung auf einmal auch mit nach Hause nahm und alles nur noch auf Energiesparmodus machte.

Ich wurde immer unzufriedener, gelangweilter und fauler.

Diese Einstellung konnte ich das gesamte Praktikum nicht loswerden. Ich beendete meine Arbeit dort mit der Annahme, dass Arbeit eben einfach langweilig ist und nur zum Geld verdienen da ist.

Erst in meinen nächsten Ferienarbeiten legte ich diese lähmende Einstellung ab und gab mehr „als man von mir erwartete“, ohne an den Stundenlohn zu denken.

Und genau das hat mir mein 6€ Stundenlohn beigebracht: Wenn ich ständig nur an das denke, was ich für meine Zeit erhalte, dann habe ich ein Problem.

Deswegen kann der Stundenlohn eine große Falle sein.

Ich verdamme ihn nicht, denn ich arbeite immer noch in einem Beruf, bei dem ich auf die Stunde bezahlt werde und das hat seine Berechtigung.

Allerdings mache ich meine beste Arbeit erst dann, wenn ich nicht daran denke, was ich jetzt für meine Arbeit bekomme.

Und deshalb habe ich meinen „NonJob“, deswegen mache ich 4yourSELF.

Etwas zu tun, dass ich wirklich liebe und dann dafür einen „Leistungslohn“ zu erhalten – das macht mich glücklich, erfüllt und energiegeladen.

Auf die Passion

Matthias

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