Warum deine Diät nicht funktioniert (und wie du das ändern kannst!)

Warum deine Diät nicht funktioniert

Ob Low Carb, High Carb, Paleo, Vegan oder Ketogen.. Was zum !%&? soll ich denn jetzt nun machen?!

Es gab eine Zeit – und die ist noch nicht allzu weit entfernt – da war Wissen rar. Es war etwas Besonderes, Zugang zu Wissen von Experten zu haben, z.B. in Form von Büchern oder Vorträgen. Doch jetzt? Jetzt leben wir in einem Zeitalter des Informationsüberflusses. In Zeiten des Internets ist das Wissen der renommiertesten Experten weltweit nur noch einen Klick entfernt, in Sekundenschnelle.

Doch diese nahezu unendliche Menge an Wissen kann schnell zu Überforderung führen. Kaum ein Thema wird im Internet so heiß diskutiert wie Ernährung und Fitness. Und in kaum einem Thema gibt es so viele Meinungsverschiedenheiten unter den (teils selbsternannten) Experten.

Und wir? Wir suchen uns jede Woche eine neue Diätform, die uns angeblich den versprochenen Erfolg bringt – nur, um eine Woche später in einem Video oder Magazin über den neuesten Ernährungstrend aus den USA zu erfahren mit dem wir in NUR 1 WOCHE und OHNE HUNGERN 5 KILO verlieren werden.

Bullshit.

Doch noch schlimmer ist es, wenn wir, anstatt ständig zwischen Diäten zu springen, gar nicht erst damit anfangen. Wir sind wie paralysiert von der Informationsflut und haben innerlich schon aufgegeben.

Egal zu welcher Gruppe du gehörst, mit diesem Blogbeitrag will ich dir neue Hoffnung schenken, dass es da draußen wirklich eine Diät gibt, die dich deine Ziele erreichen lässt ohne zu Hungern und dich den ganzen Tag wie ein begossener Pudel zu fühlen. Doch eins ist gewiss: Egal, wie gut die Diät ist, ohne ein bisschen Disziplin und Durchhaltevermögen wird das nichts werden.

Die Fakten zuerst

 

Rein wissenschaftlich basiert alles auf einem Grundkonzept: Führt man weniger Kalorien zu sich, als der Körper verbrennt, nimmt man ab.

Zugeführte Kalorien – verbrannte Kalorien = Kalorienüberschuss/-defizit

Sport sorgt nur dafür, dass der eine Teil der Gleichung, die verbrannten Kalorien, erhöht werden.

Heißt das jetzt also wir könnten uns sogar ausschließlich von Fastfood und Schokolade ernähren und trotzdem abnehmen, sofern wir nur nicht zu viel davon essen?

Ja. Dazu gab es sogar einige Studien und Experimente, wie die McDonalds Diät oder die Twinkie-Diät.

Aber:

Du wirst dich schlapp und energielos fühlen, keinen Fokus haben und oft krank sein. Die Wahrscheinlichkeit, wirklich ernsthaft zu erkranken, steigt auch drastisch.

Warum?

Mikronährstoffe: Nicht nur Makronährstoffe, also Proteine, Kohlenhydrate und Fette sind wichtig für ein gesundes, energievolles Leben, sondern auch zahlreiche kleinere Stoffe.

Mit solchen Diätformen fehlen dir wichtige Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe, die dein Körper braucht, um zu funktionieren. Und die kriegst du in ausreichendem Maße nur durch vollwertige, organische Ernährung – am besten bio.

Mikronährstoffe in der Nahrung sind allerdings weitaus nicht der einzige Grund, warum du den Hauptteil deiner Einkäufe zukünftig im Biomarkt erledigen solltest.  Wenn du mehr Informationen dazu willst, leg ich dir den Vortrag „Nutrition – The Dirt Facts“ von Paul Chek – auf dessen Lehren auch das Prinzip von 4yourself basiert – wärmstens ans Herz. Er ist frei auf Youtube verfügbar.

Du bist einzigartig – Das Konzept des Metabolic Typing

 

Das aber nur mal vorweg, da diese Prinzipien für alle Lebewesen gleich sind.

Jetzt aber zur eigentlichen Frage: Was ist denn nun die beste Diät für mich? Soll ich auf Kohlenhydrate verzichten oder lieber doch nicht? 6 kleine Mahlzeiten zu mir nehmen oder Fasten und vielleicht sogar nur einmal am Tag essen?

Die Antwort ist einfach – aber nicht leicht:

HÖR.

AUF DEINEN.

KÖRPER.

Jeder Mensch ist verschieden. Wir sind individuelle Wesen. Kein Fingerabdruck ist wie der andere und genauso ist keine Verdauung wie die andere. Kein Artikel dieser Welt wird dir sagen können, was die perfekte Diät für dich ist – der einzige, der das herausfinden kann, bist du!

Aber: Wenn du jetzt gar nicht weißt, wo du anfangen sollst, gibt es definitiv Anhaltspunkte, in welche Richtung du gehen solltest: An dieser Stelle möchte ich dir das Konzept des Metabolic Typing vorstellen.

Zum ersten Mal davon gehört hab ich durch Elliott Hulse in seinem Buch „King„.

Der wiederum hat‘s von (dem bereits erwähnten) Paul Chek.

Die Urheber und Erforscher sind jedoch der amerikanische Arzt William Kelley und der Buchautor William Wolcott.

Hulse - Chek - Kelley - Wolcott

Die Grundtheorie ist ganz einfach:

Früher als man noch nicht so leicht reisen konnte und man von der Globalisierung noch nichts wusste, war man auf die Nahrung angewiesen, die es in unserer unmittelbaren Umgebung gab.

In den kalten Regionen nahe der Polarkreise gab es weniger Pflanzen, dafür z.B. viel fettigen Fisch.

In den wärmeren, äquatorialen Gebieten gab es weniger fettige Nahrung, dafür deutlich mehr Früchte und Pflanzen.

Metabolic Typing - polar - äquatorial

Und unser Körper hat sich über die Zeit an genau diesen Lebensstil und diese Nahrung angepasst und diese genetische Tendenz wurde an die Nachfahren weitergegeben – evolutionär ein smarter Move von Mutter Erde!

Glücklicherweise gibt es diese strikten Trennungen nun nicht mehr auf der Welt.

Eine Tendenz zu dem äquatorialen oder polaren Typ tragen die meisten Menschen aber allemal noch in sich.

Und wenn du nun eher der äquatoriale Typ bist, wirst du dich auf Low-Carb Diäten scheiße fühlen, während der polare Typ damit richtig aufblüht.

Wenn du einen ausführlicheren Test dazu machen willst, was du für ein Körpertyp bist, kann ich dir „How to eat, move and be healthy“ von Paul Chek nur wärmstens empfehlen. Dort gibt’s einen Test zum Ankreuzen, der dir letztendlich sagt, was für ein Typ du bist.

How to eat, move and be healthy

Es gibt aber auch noch eine schnellere Version, die lautet wie folgt:

HÖR. AUF DEINEN. KÖRPER.

Eine Tendenz erkennen – der Mini-Test

 

Aber für einen Kickstart in die richtige Richtung hab ich hier mal eine stark abgespeckte Miniversion des Tests – genau genommen sind es nur 3 Fragen:

  • Hast du in der Vergangenheit schon mal eine Low-Carb Diät gemacht und hat sie funktioniert oder hast du nicht lange durchgehalten?
    • Wenn du damit gut klargekommen bist, ist das ein Indiz dafür, dass du ein polarer Typ bist. Wenn dir (so wie das bei mir der Fall war) einfach etwas gefehlt hat, um satt zu werden (Kartoffeln, Reis, Brot..), dann bist du wohl eher der äquatoriale Typ.
  • Sättigen dich Kartoffeln und Reis lange und gut oder kriegst du danach bald wieder Hunger?
    • Und wieder: Wenn dich Kohlenhydrate sättigen und du dich danach fit und gut fühlst, bist du wohl eher der äquatoriale Typ und solltest nicht auf Kohlenhydrate verzichten.
  • Hast du eher Heißhungerattacken auf Süßes oder auf deftiges/fettiges?
    • Süßwaren enthalten Zucker und das sind kurzkettige Kohlenhydrate. Also ein Indiz für den äquatorialen Typ. Andersrum natürlich, wenn du der polare Typ bist. Süßigkeiten interessieren dich dann weniger, aber du fühlst dich von deftigem, fettigem Essen wie magisch angezogen.

Das sind natürlich alles nur Indizien und in der Regel ist jeder irgendetwas dazwischen. Kaum jemand ist zu 100% der eine oder andere Typ.

Ich hoffe jedoch, ich konnte dir hiermit klarmachen, warum – was die Verdauung und Verstoffwechselung angeht – wirklich nicht jeder Mensch gleich is(s)t und warum manche Diäten bei dir funktionieren und andere nicht.

Und was nun?

 

Wenn du auch nur eine Sache aus diesem Blogbeitrag mitnimmst, sollte es die Folgende sein: Hör auf deinen Körper.

Letztendlich kannst nur DU herausfinden, was für dich funktioniert und was nicht.

Wenn du auf der Suche nach einer Diät bist oder dich in einer befindest, aber unzufrieden mit den Ergebnissen bist, ist meine Einladung an dich die folgende:

Versuche, sofern vorhanden, aus vergangenen Diätversuchen zu erkennen, was für dich funktioniert hat und was nicht.

Such dir eine Diät aus von der du meinst, dass sie funktionieren könnte.

bleib dann mindestens 3 Wochen dabei. (Jede Diät braucht eine gewisse Anlaufphase)

Entscheide nach 3 Wochen, ob die Ergebnisse stimmen und ob du dich gut dabei fühlst.

Nur eine Diät Form, die du ohne zu hungern und zu leiden in deinen Lifestyle integrieren kannst, ist eine gute Diät.

Ist das nicht der Fall, versuch nicht zwanghaft durchzuziehen, was für dich nicht funktioniert, sondern experimentiere weiter.

Deine perfekte Diät ist irgendwo da draußen. Du musst sie nur finden.

In diesem Sinne: Haut rein, 4yourself!

Peace,

Euer Felix

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