Ruiniert das Smartphone dein Leben?!

Smartphone

Ich habe von dieser neumodischen Erfindung namens „Smartphone“ gehört.

 

Es scheint ein kleiner Kasten aus Polyethylen und Metall zu sein. Auf ihm laufen bewegte Bilder und beinahe jeder Mensch in Deutschland schaut darauf, wenn gerade nichts Anderes los ist.

Und er schaut auch darauf, wenn etwas Anderes los ist.

Was macht diesen kleinen Kasten so besonders?

 

Es scheint Computer, Fernseher, Konsole, Telefon, Wecker, Kompass, Notizbuch, Kamera und der Fokuspunkt unseres ganzen Lebens zu sein.

 

Wir tragen diese kleine Kiste wo wir gehen und stehen.

Smartphone
Es ist das erste, was wir am Morgen erblicken und das letzte, dem wir „Gute Nacht“ sagen.

 

Merken wir das überhaupt?

 

Nun könnte ich Studien über Studien anführen, wie oft wir auf unsere Handys am Tag blicken, wie viele Deutsche ein Smartphone haben, wie schnell die Smartphone-Nutzung zugenommen hat, BLA BLA BLA BLA …

 

Schau doch deinen eigenen Tag an!

Eben das ist doch genau das Problem:

Ablenkung N(icht)-O(hne)-S(eife)-W(aschen).

 

Anscheinend ist die Dopamin-Ausschüttung, wenn wir eine Nachricht auf unserem Smartphone sehen, so hoch, wie Kokain-Konsum.

ALLES KLAR!!!

 

Es ist ja kein Wunder…das Bombardement kommt von überall.

 

Wohin führt uns das?

Wir sind überall, nur nicht da, wo wir sind.

 

Unser Blick…rastlos…suchend.

 

Sklaven des Smartphones sind wir.

 

Daher gilt wieder die Frage:

„Was tun?“ sprach Zeus.

Smartphone

Smartphone Verbot?

Vielleicht das 11. Gebot erschaffen: Du sollst nicht 129 Mal am Tag auf das Dumbphone schauen?

 

Dafür haben wir ja die letzten Jahrhunderte schon genug ABLASS bezahlt – materiell wie psychisch.

Mit harten Worten werden wir nichts machen können.

Bewegen wir uns in die Höhle des Biests…Was ist die Ursache unserer Smartphone-Sucht?

 

Beginnen wir bei Alpha und arbeiten uns langsam zu Omega durch.

Als Mensch haben wir viele Grundbedürfnisse:

Essen, Trinken, extra kauen…halt stopp.

Ehh…

 

Nahrung & Wasser, Obdach/Wärme & Sicherheit und Fortpflanzung & Sex wären da zu nennen.

 

Damit sind unsere animalischen Bedürfnisse gedeckt.

Das Säugetier in uns will dagegen etwas Anderes: Verbindung, Aufmerksamkeit, Zuneigung, Verständnis, menschliche Nähe, Kontakt…all das ist am besten mit dem Überbegriff „Liebe“ zusammenzufassen.

Und unser Neokortex beschäftigt sich mit Gedanken, Worten und Taten. Das ist das, was uns Buchstaben, Wassersäuberungssysteme und Atombomben erfinden lässt.

Das Smartphone…es ist ein Werkzeug, um mit einer Welt in Verbindung zu stehen, die parallel zu der „greifbaren“ Realität ist. Frei zugänglich, nur vom FREE WIFI abhängig, können wir uns in die Welt der bewegten Bilder stürzen.

Das Smartphone ist unsere ganz persönliche Welt…immer verbunden mit dem, was wir lieben bzw. mögen.

Und da kommen unsere Grundbedürfnisse als Säugetier ins Spiel: Wir wollen uns verbunden mit unseren Lieben fühlen…mit dem, was wirklich unser Herz berührt. Das, was uns innerlich bewegt, soll sich stets mit uns mitbewegen.

 

Warum halten wir es allerdings nicht mal einen Tag ohne den ganzen Smartphone-Schnick-Schnack aus bzw. mal eine gewisse Zeit keinen Kontakt mit „Dingen“ „außerhalb“ von uns zu haben?

Smartphone

Ich behaupte frech:

Weil wir uns getrennt von uns selbst und dem Leben als Ganzes fühlen.

 

Bevor du mich nun gekonnt als Spiri abstempelst, höre mich an…oder nein, besser noch: Höre dich in dich selbst hinein.

 

Atme ein.

Atme aus.

Was spürst du?

Spürst du etwa nicht, dass du gerade, genau da bist, wo du bist?

Du kannst diesen Atemzug nochmals nehmen.

Er ist immer noch JETZT.

 

Du liest das hier JETZT und zugleich liest du es erst JETZT.

 

Deine Mutter ist gerade irgendwo. Auch wenn sie beispielsweise tot ist, dann ist sie immer noch.

Die körperliche Form mag vergangen sein…es ist schmerzhaft, so unendlich schmerzhaft – dieses Gefühl der Trennung von etwas ist so enorm überwältigend.

Doch in diesem Moment bist du Hier und Jetzt mit Allem verbunden.

In diesem Moment finden 10.000 Explosionen auf 10.000 Sonnen statt.

In dir drin werden Millionen von Zellen neu erschaffen und gehen zugrunde.

Ewig Jetzt.

 

Die Tiefe dieser Worte kann dich so sehr überwältigen, dass du das Leben als das erkennst, was es ist.

Smartphone

Vom kleinsten subatomaren Partikelchen in einem von 100 000 000 Sandkörnern am Strand der Nordsee bis hin zum größten Schwarzen Loch in der fettarmen Milchstraße betrachtet von der Sternenwarte des Dödelianischen Planeten Rigel 76,5…

 

Es ist so allumfassend, unverständlich, unerklärlich.

 

Wir führen uns also selbst an der Nase herum. Wir denken, dass wir von dem Leben getrennt wären. Komischerweise denken wir, dass wir etwas tun müssten oder etwas brauchen, um „am Leben zu sein“.

 

Dieser Moment ist jetzt! Niemals woanders.

Und paradoxerweise können wir es nicht festhalten. Vor allem ist das schöne, dass wir es nicht festhalten müssen.

 

Wenn wir loslassen von dem Kontrollzwang, dann sind wir einfach am Leben und surfen auf dieser Welle.

 

Dann haben wir gleichzeitig alles und nichts unter Kontrolle.

 

Wir dürfen also erkennen: Wir sind mit allem weltlichen und nicht-weltlichen und zwischen-weltlichen und nichts und dem Nichts und dem Alles verbunden.

 

Universell! Egal, wie schwer und hart die Trennung auch sein mag.

 

Daher können wir im Bewusstsein dieses, wie es Gerd Bodhi Ziegler gerne nennt, „essentiellen Eins Seins“ zurücktreten und reflektieren:

Wie viel Smartphone brauche ich am Tag?

Wann kann ich mal darauf verzichten?

Höre ich ab und zu auf mein Bauchgefühl und schalte den „Zielcomputer“ einfach aus?

Smartphone

Das ist meine Einladung heute an dich.

 

Danke.

 

Matthias von 4yourSELF

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