WAS HABEN HORMONE MIT EINER ALTEN CHINESISCHEN PHILOSOPHIE GEMEINSAM???

Yin Yang

Jeder weiß, dass das Hormon Testosteron für Männer, sowie das Hormon Östrogen für Frauen, von enormer Wichtigkeit für die körperliche und mentale Gesundheit des jeweiligen Geschlechts ist.

 

Die meisten Leute wären jedoch überrascht zu erfahren, dass Östrogen auch bei Männern eine wichtige Rolle spielt. Ebenso benötigen Frauen eine geringe Menge an Testosteron. Dies ist vergleichbar mit dem alten chinesischen Konzept von Yin und Yang: Dort ergänzen sich zwei scheinbar komplett unterschiedliche Dinge, um ein Ganzes zu ergeben. Dieses Konzept findet sich auch in unserem Hormonhaushalt wieder.

 

Dieses Yin-Yang-Gleichgewicht zwischen  Östrogen und Testosteron ist der Schlüssel für eine optimale Gesundheit beider Geschlechter.

Glücklicherweise ist der menschliche Körper erstaunlich geschickt darin, diese Hormone herzustellen. So sorgt im männlichen Körper eine reichliche Zufuhr von Testosteron, kombiniert mit dem Enzym Aromatase, für die benötigte Östrogen-Produktion.

Es gibt viele Bereiche im männlichen Körper, die sensitiv für Östrogen sind. Beispielsweise das Gehirn:  Östrogen ist ein äußerst wichtiger Aspekt für dessen Chemie und dazu löst es die natürlichen sexuellen Funktionen aus.

Doch für die meisten erwachsenen Männer ist das Problem nicht zu wenig Östrogen, sondern zu viel! Testosteron wird zunehmend in Östrogen umgewandelt, was in einem Überschuss des Sexualhormons Estradiol resultiert. Symptome für einen Östrogen/Estradiol Überschuss bei Männern sind unter anderem Potenz-und Libidoprobleme, Männerbrüste, Fettansammlungen am Bauch und eine mangelnde Durchsetzungsfähigkeit.

Ähnlich, wie Frauen schon bei winzigen Mengen von Testosteron reagieren, haben Männer ein sehr kleines Fenster der optimalen Wirksamkeit, wenn es um Östrogen geht.

 

Auf diese Weise existieren Östrogen und Testosteron in einer ausgeglichenen Yin-Yang-Balance in unserem Körper. Und obwohl Männer Yang (Testosteron) und Frauen Yin (Östrogen) verkörpern, könnten sie ohne einander nicht existieren und funktionieren.

 

Doch was kannst DU tun, um einen optimalen Hormonhaushalt zu erhalten?

 

In unserem Körper haben wir zwei Hauptgruppen von Hormonen. Anabole und Katabole Hormone. Anabole Hormone wie beispielsweise auch Testosteron und Östrogen lassen unseren Körper und unsere Muskeln wachsen, sorgen für einen gesunden Sexualtrieb und wirken sich somit auch auf unsere Psyche aus. Katabole Hormone wie Adrenalin oder Kortisol sind die sogenannten Stresshormone, die uns wach und aufmerksam machen (Kortisol), oder in Stresssituationen dafür sorgen, dass wir einen extra Schub an Energie bekommen und Hunger- und Durstgefühl unterdrücken.

 

Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen anabolen und katabolen Hormonen ist demnach der Schlüssel für einen gesunden Hormonhaushalt, jedoch überwiegen bei den meisten Menschen die katabolen „Stresshormone“. Anabole Hormone werden vor allem durch ausreichende Ruhe, Regeneration und Schlaf gestärkt!

 

Auch hier ist also die alte chinesische Philosophie von Ying und Yang wieder von großer Bedeutung, da nur durch ein ausgeglichenes Verhältnis von Stress und Ruhe, Tun und Nichtstun, Anstrengung und Entspannung, die Voraussetzungen für ein Hormongleichgewicht erfüllt werden.

 

Hier ein paar Tipps für die Integration von mehr Ruhemomenten im Alltag:

 

 

  • Versuche jeden Tag mindestens 8 Stunden Schlaf zu bekommen! Hierbei ist es wichtig, sich nach dem Tag-Nacht Zyklus zu richten. Idealerweise gehst du spätestens um 22:30 ins Bett.

 

  • Versuche ab 8 Uhr abends die Nutzung elektrischer Geräte (vor allem dem Smartphone) zu minimieren.

 

  • Habe einen Plan für den Tag, indem du dich nicht mit Arbeit überschüttest und bewusst eine gewisse Zeit einplanst, in der du „nichts“ machst.

 

  • Diese Momente des Innehaltens und der Ruhe lassen sich mit Aktivitäten wie Meditieren, Yoga, Malen, Saunieren oder einem Nickerchen füllen.

 

  • Nutze Momente, in denen du durch etwas, wie beispielsweise einen Stau, aufgehalten wirst: Nimm ein paar tiefe, bewusste Atemzüge und genieße es, momentan nichts machen zu müssen.

 

  • Verbringe so viel Zeit wie nur möglich in der Natur!

 

  • Lebe nach dem Motto „Work Hard-Rest Hard“ und akzeptiere, dass du nur dann gesund und glücklich sein kannst, wenn du ein Gleichgewicht der Kräfte aufrecht erhältst und die Energie, die du verbrauchst, auch wieder kultivierst.

Kommentar verfassen