5 Tipps wie du zum Frühaufsteher wirst (und warum du das tun solltest)

Frühaufsteher

Während ich das hier schreibe, ist es Samstag, 5:46. Ich sitze nach einer Morgenmeditation draußen im Garten und die Morgendämmerung überzieht den Himmel in einem majestätischen Rosa-Orange-Ton.

Und es herrscht absolute Stille. Das einzige was man hört, sind die Vögel. Denn Menschen sind um diese Uhrzeit am Wochenende noch lang nicht wach. Zumindest „normale“ Menschen. Aber was ist schon normal?

Ich liebe diese Tageszeit, denn das ist meine Zeit. Später am Tag verbringt man einen Großteil seiner Zeit damit, zu reagieren, auf die Anliegen und Probleme der Menschen in deinem Umfeld.

Aber um 5.46 hat noch keiner ein Problem. Du kannst dich voll und ganz auf dich fokussieren. Die Ruhe genießen. Dinge tun, für die sonst keine Zeit ist. Dein Leben und deine Ziele reflektieren. Du sein.

Für einen ambivertieren Menschen wie mich (eine Mischung aus introvertiert und extrovertiert) ist es genauso wichtig, solche Momente der Ruhe zu haben, wie einen umfangreichen sozialen Kontakt.

Außerdem kannst du als Frühaufsteher unglaublich produktiv sein. Die besten Tage sind für mich die, in denen ich um 10:00 bereits den Großteil meiner To Do’s hinter mir habe. Und das passiert oft. Das macht einerseits glücklich, andererseits baut es auch Momentum auf und du wirst noch viel mehr erreichen, als geplant.

Das sind nur ein paar Gründe, warum Früh Aufstehen dich deinen Lebenszielen ein ganzes Stückchen näherbringen kann. Mit diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie auch du es schaffst, jeden Tag früh aufzustehen, vor Energie überzusprudeln und den Tag zu rocken!

#1: Wasser macht munter

Über Nacht hat dein Körper seit über 8 Stunden kein Wasser mehr aufgenommen – du bist dehydriert.

Beginne den Tag also immer mit einem großen Glas Wasser.

Wenn du dazu neigst so etwas (vor allem in der Früh) leicht zu vergessen oder selbst das ein großer Aufwand in der Früh ist, kannst du dir das Glas auch bereits am Abend davor neben dein Bett stellen.

Für einen Extraboost an Vitalstoffen presse noch eine halbe Zitrone in dein Glas und füge eine Prise Himalaya Salz hinzu.

#2: Warte noch mit dem Kaffee

Wenn du wie ich leidenschaftlicher Kaffeetrinker bist, zählt die Tasse definitiv zu deinen Morning-Essentials. Aber: Nicht direkt nach dem Aufstehen!

In der Früh schüttet dein Körper das Hormon Hydrocortison aus. Das wird dich ohnehin wachmachen, sobald du aufstehst und dich ein bisschen bewegst.

Mag sein, dass du zu Beginn noch etwas müde bist, aber daran wird der Kaffee nichts ändern. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Kaffeekonsum um diese Uhrzeit rein gar nichts bewirkt.

Erst ein paar Stunden nach dem Aufstehen erzielt der Kaffee dann auch seinen gewünschten Effekt.

#3: Bewegung!

Es gibt solche und solche Tage. Du kennst das bestimmt auch, an manchen Tagen wachst du frisch und munter auf und an anderen Tagen würdest du am liebsten deinen Wecker aus dem Fenster schmeißen.

Das ist bei mir genauso. Aber was dich, egal wie müde und fertig du bist, immer wach macht, ist Bewegung. Deshalb ist meine Einladung an dich, dir eine Morgenroutine zu suchen, die deinen Puls steigen lässt.

Du musst keinen Hochleistungssport machen, es reicht auch, sich einfach fünf Minuten zu stretchen und ein paar Mobility-Übungen zu machen.

#4: Gehe früher ins Bett (sorry!)

Ja, ich weiß. Der offensichtlichste Tipp. Und der nervigste. Früh aufstehen ist supercool, früh ins Bett gehen überhaupt nicht. Ich will jetzt mal versuchen, dir den Gedanken trotzdem näher zu bringen.

Von der gesundheitlichen Perspektive her folgt unser Körper einer Inneren Uhr. Dem sogenannten Circadianem Rhythmus.

Unser Körper ist einfach gesagt dazu designt, sich zwischen ungefähr 22:00 und 5:00 zu regenerieren. Zwischen 22:00 und 2:00 der Körper und zwischen 2 Uhr und 5 Uhr das Nervensystem.

Wenn du jetzt einen Großteil dieses Zeitraums wach bist, fehlt dir die Erholung und Regenerierung, die dein Körper so dringend braucht. Du wirst dich den Tag über müde fühlen, auch wenn du weit mehr als 8 Stunden geschlafen hast.

Das war die gesundheitliche Begründung, es gibt aber auch noch eine weitere, die mit Produktivität zusammenhängt.

Warst du die letzten Tage unter der Woche länger als bis 22:00 wach? Wenn ja, was hast du ab 22:00 gemacht?

Waren das Dinge, die dich deinen Lebenszielen nähergebracht haben? Dinge, an die du dich in 5 oder 10 Jahren gerne zurückerinnerst und die dich weitergebracht haben?

Oder bist du viel mehr vor dem Laptop oder Handy gehockt und hast dich nach einem anstrengenden Tag mit Netflix, Facebook, Youtube & Co. entspannt a.k.a. betäubt?

Wahrscheinlich eher letzteres.

Deine Willenskraft und Disziplin kannst du dir wie die Batterie deines Handys vorstellen. Umso mehr Entscheidungen du über den Tag verteilt treffen musst, umso mehr du interagieren musst, umso schneller sinkt auch deine Willenskraft.

Deswegen sind wir abends häufig nicht mehr in der Lage, produktiv zu sein. Anders ist das in der Früh. Unsere „Speicher“ sind wieder frisch aufgefüllt und wir sind bereit, voll durchzustarten. Wir können uns Dingen widmen, die uns zwar ein wenig Überwindung kosten, aber uns auch wirklich weiterbringen.

#5: Sorge für guten Schlaf

Nicht nur die Länge, sondern auch die Qualität deines Schlafs ist entscheidend, damit du in der Früh fit und aktiv bist. Schlafqualität steigern ist einen eigenen Blogbeitrag wert, aber die wichtigsten Punkte kann ich dir hier schon nennen.

Achte unbedingt darauf, dass dein Zimmer in der Nacht komplett dunkel ist. Jede noch so kleine Lichtquelle stört unseren Schlaf. Test: Halte dir im Zimmer die Hand direkt vor die Augen, du darfst sie nicht mehr sehen, erst dann ist es dunkel genug.

Setze dich spät am Abend außerdem keinem künstlichen Licht mehr aus. Das signalisiert unserem Körper, dass die Sonne scheint und wir wach sein müssen, speziell das blaue Licht ist hier gefährlich.

Deshalb gibt es für den Laptop und PC ein kostenloses Programm namens „F.lux“, das genau dieses abends aus deinem Bildschirm filtert. Wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, kannst du dir auch Blue Light Blocking Glasses bestellen, die den selben Effekt für deine Augen haben.

Abschließend ist es auch essentiell, dass du dein Handy über Nacht auf Flugmodus schaltest. Denn unser Schlaf wird durch Handygeräusche stark beeinträchtigt. Die Welt kann bis morgen früh warten! Am besten ist, du schaltest dein Handy sogar erst nach deiner Morgenroutine ein.

 

So, ich hoffe, das hat dir geholfen und du kannst den ein oder anderen Tipp in die Tat umsetzen. Vielleicht hast du ja genauso viel Spaß an der Morgenzeit wie ich und findest dort deine produktivsten Stunden des Tages.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Umsetzen.

Hau rein und genieß den Tag,

Dein Felix

One Comment on “5 Tipps wie du zum Frühaufsteher wirst (und warum du das tun solltest)”

  1. Absolut perfekt geschrieben . Du hast vollkommen recht. Aber man ist leider manchmal zu faul oder hängt abends spät mit Facebook am Handy rum, völlig unsinnig.. Werde versuchen alle Deine Tipps mal in die Tat umzusetzen. Vielen Dank dafür und viel Grüße an Dich Felix..

    will jetzt mal versuchen, mir das auszudrucken, das ist immer so ein Krampf, dass ohne die Seitenwerbung etc hinzukriegen….

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